Würde Christine Nöstlinger heute noch verlegt werden?

Christine Nöstlinger wäre am 13. Oktober 90 Jahre alt geworden. Eine Ausstellung in Wien würdigt die einflussreiche Kinderbuchautorin, deren Geschichten Kindern Mut und Frechheit vermitteln. Nöstlinger kritisierte gesellschaftliche Normen und schuf literarische Figuren, die nicht immer moralisch waren, was heutzutage in der Literatur oft umstritten ist. Sie hinterließ einen bleibenden Eindruck auf Generationen. Würde Christine Nöstlinger heute noch verlegt werden? weiterlesen

Literaturnobelpreis: Die Poesie hat es eilig

Die kanadische Dichterin Anne Carson erhält 2026 den Literaturnobelpreis. Sie verbindet Antike mit zeitgenössischen Themen und betrachtet Lyrik als besonders geeignet für die heutige schnelllebige Zeit. Ihre Werke fordern Konzentration und betrachten komplexe menschliche Erfahrungen. Mit ihrem innovativen Ansatz hat sie die Grenzen zwischen Genres und Formen verschoben. Literaturnobelpreis: Die Poesie hat es eilig weiterlesen

Die leisen Katastrophen

Nicole A. Vidal thematisiert in ihrem Debüt „Was ich dir nicht gesagt habe“ die subtilen Erschütterungen des Lebens und deren Folgen. Ihre Geschichten zeigen, wie Beziehungen und Entscheidungen oft ohne dramatische Wendepunkte zerbrechen, sondern leise und schleichend. Diese kleine, aber bedeutende Art von Katastrophe spiegelt die Realität vielfältiger menschlicher Erfahrungen wider. Die leisen Katastrophen weiterlesen

Hanns Zischler: „Zu viel wissen kann man gar nicht“

Hanns Zischler spricht über seine Rolle als Thomas Mann im Film „Vaterland“ von Paweł Pawlikowski. Der Film, ein dokumentarisches Roadmovie, behandelt Manns Rückkehr nach Deutschland 1949 und die komplexe Beziehung zu seiner Tochter Erika, während er mit familiären und gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontiert wird. Der Eindruck des Werkes überwiegt menschliche Konflikte. Hanns Zischler: „Zu viel wissen kann man gar nicht“ weiterlesen

Graz: Ein alter Ruf gegen den Krieg

Am 25. September 2026 wird im Schauspielhaus Graz die Inszenierung von „Die Waffen nieder!“ eröffnet, basierend auf Bertha von Suttners gleichnamigem Roman. Die Regie übernimmt Sandra Strunz. Suttners Werk, das die Realität des Krieges aus weiblicher Sicht beleuchtet, bleibt auch heute aktuell in Diskussionen um Frieden und Militär. Graz: Ein alter Ruf gegen den Krieg weiterlesen

Conan Doyle am Dartmoor: „A Gigantic, Glowing Hound!”

SPURENSUCHE. „The Hound of the Baskervilles” ist eine der bekanntesten Sherlock-Holmes-Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle. Der Autor reiste dafür um die Jahrhundertwende extra aufs Dartmoor – eine karge und manchmal angsteinflößende Landschaft im Süden Englands. Wir haben uns auf seine Spur geheftet und vor Ort die Wurzeln der Legende gefunden.  Von Bernhard Baumgartner Nebel, überall Nebel! Das Dartmoor macht seinem Ruf an diesem frostigen … Conan Doyle am Dartmoor: „A Gigantic, Glowing Hound!” weiterlesen

Der Mann, der uns die Indianer erfand

Vor 175 Jahren starb James Fenimore Cooper, Autor des „Letzten Mohikaners“. Sein Werk prägt das Bild der amerikanischen Wildnis und der indigenen Völker, bleibt jedoch problematisch. Cooper idealisierte die indigenen Menschen und strich gleichzeitig stereotype Darstellungen hervor. Die Debatten um kulturelle Aneignung und Geschichtenerzählung sind heute aktueller denn je. Der Mann, der uns die Indianer erfand weiterlesen