Würde Christine Nöstlinger heute noch verlegt werden?

Christine Nöstlinger wäre am 13. Oktober 90 Jahre alt geworden. Eine Ausstellung in Wien würdigt die einflussreiche Kinderbuchautorin, deren Geschichten Kindern Mut und Frechheit vermitteln. Nöstlinger kritisierte gesellschaftliche Normen und schuf literarische Figuren, die nicht immer moralisch waren, was heutzutage in der Literatur oft umstritten ist. Sie hinterließ einen bleibenden Eindruck auf Generationen. Würde Christine Nöstlinger heute noch verlegt werden? weiterlesen

Literaturnobelpreis: Die Poesie hat es eilig

Die kanadische Dichterin Anne Carson erhält 2026 den Literaturnobelpreis. Sie verbindet Antike mit zeitgenössischen Themen und betrachtet Lyrik als besonders geeignet für die heutige schnelllebige Zeit. Ihre Werke fordern Konzentration und betrachten komplexe menschliche Erfahrungen. Mit ihrem innovativen Ansatz hat sie die Grenzen zwischen Genres und Formen verschoben. Literaturnobelpreis: Die Poesie hat es eilig weiterlesen

Herr Arztmann, was wissen Sie über Bruno Kreisky?

Nils Arztmann wurde geboren, als Bruno Kreisky längst Geschichte war. Nun verkörpert der Nestroy-Preisträger in „BRUNO – Der junge Kreisky“ den späteren Bundeskanzler im Alter von 16 bis 27 Jahren. Ein Gespräch über die Annäherung an eine politische Ikone, den Freiraum jenseits der berühmten Stimme, historische Zufälle und vier Jahre Vorbereitung auf eine außergewöhnliche Rolle. Von Matthias Greuling Bei Bruno Kreisky hören viele Österreicher zunächst … Herr Arztmann, was wissen Sie über Bruno Kreisky? weiterlesen

Brandmauer? Schlag nach bei Jörg Haider

Vor 40 Jahren übernahm Jörg Haider die FPÖ und prägte den modernen europäischen Rechtspopulismus. Sein charismatischer Stil, der populistische Narrative und die Inszenierung des „Außenseiters“ verbanden sich mit der Kritik am politischen Establishment. Haiders Aufstieg und letztliche Niederlage zeigen die Gefahren für populistische Parteien, sobald sie Verantwortung übernehmen müssen. Brandmauer? Schlag nach bei Jörg Haider weiterlesen

Kultur als Teil des Wiederaufbaus

Vier Jahre nach dem russischen Angriff auf die Ukraine steht der europäische Kulturbetrieb vor der Herausforderung, aus kurzfristiger Nothilfe nachhaltige Strukturen zu entwickeln. Eine Konferenz im Kunsthaus Graz soll die dauerhafte Vernetzung von Kulturschaffenden unterstützen und Kunst als zentralen Bestandteil des Wiederaufbaus der Ukraine begreifen. Kultur als Teil des Wiederaufbaus weiterlesen

Die leisen Katastrophen

Nicole A. Vidal thematisiert in ihrem Debüt „Was ich dir nicht gesagt habe“ die subtilen Erschütterungen des Lebens und deren Folgen. Ihre Geschichten zeigen, wie Beziehungen und Entscheidungen oft ohne dramatische Wendepunkte zerbrechen, sondern leise und schleichend. Diese kleine, aber bedeutende Art von Katastrophe spiegelt die Realität vielfältiger menschlicher Erfahrungen wider. Die leisen Katastrophen weiterlesen

Léa Seydoux: „Wollte einen Platz in der Welt finden“

In Marie Kreutzers Film „Gentle Monster“ spielt Léa Seydoux eine Pianistin, deren Leben durch den Verdacht gegen ihren Mann zerbricht. Der Film beleuchtet komplexe emotionale Zwänge und die Herausforderungen der Protagonistin, während sie ihre Liebe und den Schutz ihres Kindes jongliert. Mehrsprachigkeit und Musik sind entscheidend für ihre Darstellung. Léa Seydoux: „Wollte einen Platz in der Welt finden“ weiterlesen

50 Jahre VHS: Als Filme noch Gewicht hatten

Am 9. September 1976 wurde die VHS-Kassette vorgestellt, was eine grundlegende Veränderung im Medienkonsum einleitete. Zuschauer konnten nun Filme aufnehmen, sammeln und personalisieren. Diese materielle Beziehung zu Filmen förderte das individuelle Archivieren. Im Gegensatz zur digitalen Welt vermittelte die VHS eine emotionale Verbindung und eine einzigartige Geschichte jedes Films. 50 Jahre VHS: Als Filme noch Gewicht hatten weiterlesen

Hanns Zischler: „Zu viel wissen kann man gar nicht“

Hanns Zischler spricht über seine Rolle als Thomas Mann im Film „Vaterland“ von Paweł Pawlikowski. Der Film, ein dokumentarisches Roadmovie, behandelt Manns Rückkehr nach Deutschland 1949 und die komplexe Beziehung zu seiner Tochter Erika, während er mit familiären und gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontiert wird. Der Eindruck des Werkes überwiegt menschliche Konflikte. Hanns Zischler: „Zu viel wissen kann man gar nicht“ weiterlesen

Graz: Ein alter Ruf gegen den Krieg

Am 25. September 2026 wird im Schauspielhaus Graz die Inszenierung von „Die Waffen nieder!“ eröffnet, basierend auf Bertha von Suttners gleichnamigem Roman. Die Regie übernimmt Sandra Strunz. Suttners Werk, das die Realität des Krieges aus weiblicher Sicht beleuchtet, bleibt auch heute aktuell in Diskussionen um Frieden und Militär. Graz: Ein alter Ruf gegen den Krieg weiterlesen